top of page

Zum Award 

 

Der Greenovation Award wurde am 12. September 2024 zum ersten Mal im Rahmen der Veranstaltung «Greenovation Summit» verliehen. Ausgezeichnet werden Unternehmen aus der Ostschweiz für ihre Nachhaltigkeits-Initiativen. Eine Jury aus Experten der Fachhochschule Ost und TFY-Consult zeichneten drei Unternehmen aus, die sowohl hohe Nachhaltigkeitskriterien aber auch Wirksamkeitskriterien erfüllten.

Kopie von GRE_Referentenvorstellung 2024 (42 x 29.7 cm).jpg
Die Jury 

 

André Podleisek (Head Corporate Sustainability, FH Ost) 

Florentine Brunner (Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion, FH Ost) 

Joëlle Frank (Sustainability Managerin, TFY Consult) 

Martin Oswald (Veranstaltungsleiter, Leiter Regionalmedien Galledia) 

Die Gewinner 2026

Kategorie Produkt – «Recoloop» – Pragmatismus schlägt Komplexität​

Nicht jede grüne Innovation muss das Rad neu erfinden. Manchmal reicht es, ein bestehendes Problem im Arbeitsalltag pragmatisch zu lösen. Den Award in der Kategorie Produkt sicherte sich die Reco Systems AG aus St.Gallen mit ihrem System «Recoloop».

In kleinen und mittleren Unternehmen scheitert konsequentes Mülltrennen oft am Platzbedarf und an schwankenden Abfallmengen. Recoloop setzt genau hier an: Die Sammelstation Recoflex passt ihr Volumen flexibel an die tatsächlichen Wertstoffströme an. Die volle Mülltonne wird abgeholt und der Kunde erhält Ende des Jahres ein detailliertes Reporting über die entsorgten Wertstoffe. Dass bei der Entwicklung mit der Fachhochschule OST Forschungsexpertiere mit eingeflossen ist, unterstreicht die Substanz hinter dem einfachen Konzept. Die Jury würdigte den Mut, eine bisher vernachlässigte Nische mit einem stimmigen Gesamtpaket zu besetzen.

20260910 Greenovation_Galledia-222_small.jpg

Kategorie Projekt: «InnoWay & Ebnat» – Kreislaufwirtschaft auf kurzen Wegen​

Echte Kooperation beweisen die Partner InnoWay aus dem thurgauischen Eschlikon und die Ebnat AG aus dem Toggenburg. Gemeinsam gewannen sie den Award in der Kategorie Projekt für ihre vorbildliche Zusammenarbeit zur Schliessung regionaler Kunststoffkreisläufe.

Statt anonymes Recyclingmaterial auf dem Weltmarkt einzukaufen, nutzen die beiden Unternehmen gebrauchte Kunststoffeimer aus der Schweizer Gastronomie. Innerhalb eines Radius von nur 35 Kilometern werden die Gebinde gesammelt, bei InnoPlastics zu hochwertigem Regranulat aufbereitet und anschliessend von Ebnat im Präzisions-Spritzguss zu einer neuen Produktlinie für Reinigungs- und Haushaltsartikel verarbeitet. In den Augen der Jury ein praktischer und stark regionaler Ansatz, der Vorbildcharakter für die gesamte Industrie hat.

20260910 Greenovation_Galledia-221_small.jpg

Kategorie Organisation: «OpenAir St.Gallen & Gadget» – Vorreiter in Transparenz und Verantwortung​

In der Kategorie Organisation ging die Trophäe an die Gadget Entertainment und das OpenAir St.Gallen. Grossveranstaltungen stehen beim Thema CO₂-Fussabdruck vor enormen Herausforderungen. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm «Green Gadget» stellt sich die Agentur dieser Verantwortung ungeschönt.

In Zusammenarbeit mit Partnern wie myclimate und SENN erfasst Gadget die Bilanzen akribisch und scheut sich nicht davor, auch die Anreise der Besucherinnen und Besucher einzurechnen. Über detaillierte Emissionsberichte wird offengelegt, wo Reduktionspotenziale liegen. Dabei kämpft die Event-Branche auch mit Zielkonflikten, wenn etwa internationale Stars mit dem Privatjet anreisen und so die Nachhaltigkeitsbilanz belasten. Die Jury zeigte sich vom ganzheitlichen Ansatz überzeugt: Unter der Initiative «Gadget Cares» und der Mitwirkung bei «Take A Stand» werden auch soziale Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Inklusion und Whistleblowing-Strukturen aktiv gelebt.

20260910 Greenovation_Galledia-224_small.jpg

Die Gewinner 2025

Award winner Greenovation Summit 2025.png

Kategorie Produkt – Matica AG

Matica hat eine Speicherlösung für überschüssige Solarenergie entwickelt. Die Jury zeigte sich bei der Matica AG besonders überzeugt von ihrem innovativen Ansatz zur Lösung des globalen Problems der Energiespeicherung durch die Entwicklung des SeasON-Sorptionsspeichers, der langjährigen und kontinuierlichen Weiterentwicklung innovativer Speichertechnologien, sowie der Langlebigkeit und Effizienz der angebotenen Produkte.

​

Kategorie Dienstleistung – Skat Consulting

Skat engagiert sich seit 1978 in über hundert Ländern im Bereich der Nachhaltigkeit und Entwicklung. Die Jury überzeugte bei Skat Consulting vor allem das eher unsichtbare, aber wirkungsvolle Engagement, die Rolle als "Hidden Champion" und die Multiplikatorfunktion des Unternehmens. Skat Consulting agiert oft im Hintergrund, erzielt dennoch große Wirkung durch kontinuierliche Entwicklungsarbeit und setzt Impulse, die sich positiv auf viele Bereiche auswirken – ganz im Sinne eines stillen Vorreiters im internationalen Umfeld.

​

Kategorie Projekt – 42 Hacks

42 Hacks arbeitet mit grossen Unternehmen zusammen, um neue Mobilitätslösungen zu entwickeln und so CO2 zu sparen. Die Jury überzeugte an 42Hacks der starke Fokus auf Kollaboration, die leichte Multiplizierbarkeit der entwickelten Lösungen sowie der frische, innovative Ansatz, mit dem gesellschaftliche und klimarelevante Herausforderungen in grossem Massstab durch offene Zusammenarbeit adressiert werden.

Die Gewinner 2024

​​​Kategorie Projekt: Huber Fenster AG 

​Die Firma Huber Fenster überzeugt durch ihr Engagement in der Ukraine, wo 100'000 Bäume in für den Holzbau gepflanzt wurden und mit der Tochterfirma Divario UA GmbH Wohnmodule für den Wiederaufbau im Land hergestellt werden. Diese nachhaltigen, leicht abbaubaren und wiederverwendbaren Module bieten eine schnelle, effiziente Lösung für den hohen Bedarf an Unterkünften und Gebäuden. 

 

Urteil der Jury: «Hervorgestochen ist Huber Fenster, weil sie gekonnt über ihre Kernkompetenz der Fenster und Türen sowie ihren traditionellen geographischen Horizont hinausgewachsen sind, um schnell und praktisch humanitäre Hilfe bereitzustellen. Besonders ist ausserdem, dass sie nicht einfach gespendet haben, sondern versucht haben, ein Nachhaltigkeitsprojekt auf die Beine zu stellen, welches angelehnt ist an ihre Kerntätigkeit, wodurch sie dort ansetzen, wo sie den grössten Hebel haben.»  

​

Kategorie Produkt: Nussbaum Matzingen AG 

Die Firma Nussbaum AG aus Matzingen gewann den Preis in der Kategorie «Produkt» für ihre innovative Idee zur Herstellung von Aluflaschen aus recycelten Aludosen. Das zum Patent angemeldete Nucan PCR besteht zu 100 Prozent aus recycelten Getränkedosen und spart gegenüber Primäraluminium 96 Prozent Energie ein, was zu einer erheblichen Reduktion des CO2-Fussabdrucks führt. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig alle Dosenprodukte in diesem Verfahren herzustellen und liefert damit Inspiration für die ganze Branche. 

​

​Urteil der Jury:  «Die Nussbaum Matzingen AG hat mit ihrem Alu-Kreislauf System überzeugt, weil wir überzeugt sind, dass komplett geschlossene Stoffkreisläufe unabdingbar sind, um globale Klimaziele zu erreichen. Es ist an der Zeit, dass erfolgreiche Beispiele demonstrieren wie schnell eine Markt-Transformation eingeleitet werden kann.» 

 

Kategorie Dienstleistung: Originate GmbH 

​Die Originate GmbH ist ein Dienstleister, der sich auf digitalisierte Lösungen zur Messung, Optimierung und Planung von Gebäudetechnik wie Heiz-, Kühl-, und Lüftungsystemen spezialisiert hat. Zum Beispiel beim Heizungsersatz ermöglichen sie durch gezielte Messungen eine optimierte Dimensionierung. So wird der Wechsel auf auf effiziente Wärmepumpen erleichtert und Treibhausgasemissionen reduziert.  Originate verfolgt eine ökologisch und sozial nachhaltige Geschäftspraxis und macht ihre Methoden auch anderen Unternehmen zugänglich. 

 

Urteil der Jury: «Die Originate GmbH zeichnet sich für uns unter anderem dadurch aus, dass sie durch Interaktion & Kollaboration in einen bestehenden, und für den Klimawandel und andere Umweltauswirkungen massgeblichen Markt - dem Betrieb von Gebäuden - eintreten, um mit ihrer Dienstleistung genau dort eine praktische Lösung zu bieten wo der Markt selbst oft scheitert das ökologische Optimierungs-Potential umzusetzen.» ​

Greenovation_Summit_bühler_galledia_schö
bottom of page